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Ernährung Ein Bio-Siegel rettet den Regenwald

Ein grüner Frosch ziert das Siegel der „Rainforest Alliance“. VITAL-Redakteurin Imme Bohn hat die Umweltschutzorganisation bei der Kaffeeernte in Kolumbien begleitet

Orangen, Bio-Siegel

Ein Glas Orangensaft auf dem Mahagonitisch. Daneben eine Tasse Kaffee, gesüßt mit Zucker, und ein Salat aus frischen exotischen Früchten. „Schon beim Frühstück können wir weltweit Berührung mit dem Regenwald haben“, sagt Chris Wille, 61, Chef der Landwirtschafts-Sparte der Umweltschutzorganisation „Rainforest Alliance“ in Costa Rica. Denn: Orangen, Holz, Kaffee, Tropenfrüchte und Zuckerrohr sind Produkte, die im Regenwald wachsen und bei falschen Anbaumethoden zu dessen Existenzbedrohung beitragen.

Die fortschreitende Vernichtung des Regenwalds hat extreme Folgen fürs ökologische Gleichgewicht und das Klima. Insofern hat die Arbeit der unabhängigen Nichtregierungsorganisation „Rainforest Alliance“ in Latein- und Südamerika mehr mit unserem Alltag zu tun, als wir vielleicht annehmen. Seit mehr als 20 Jahren setzt sie sich für den Erhalt des Regenwalds ein und zertifiziert Farmen und Anbaubetriebe mit einem Siegel, auf dem ein grüner Regenwaldfrosch zu sehen ist. Viele Produkte mit dem Frosch-Label – wie Kaffee oder Tropenfrüchte – sind bei uns in Supermärkten zu finden. Über 34 000 landwirtschaftliche Betriebe in weltweit 60 Ländern bauen heute nach den Agrarmethoden der „Rainforest Alliance“ an.

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Autor:
Imme Bohn