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Essen Bio-Geflügel

Ob gegrillt mit Honig oder scharf und gebraten – wir lieben Hähnchen. Aber nur ein glückliches Tier schmeckt lecker und ist gesund. Lesen Sie unser Plädoyer fürs Bio-Huhn und gönnen Sie sich und Ihrer Familie mal wieder eines.

Gegrilltes Honig-Huhn

Klar, Geflügel ist vielseitig, schmeckt super und liefert viel hochwertiges Eiweiß und essenzielle Nährstoffe wie blutbildendes Eisen und abwehrstärkendes Zink. Darum mögen wir’s ja so gern. Aber inzwischen kaufen wir mit mulmigem Gefühl ein: Wie wurde das Hähnchen aufgezogen? Was genau unterscheidet ein konventionelles Masthuhn von einem Bio-Huhn? In Deutschland und der EU sind verwirrend verschiedene Haltungsformen erlaubt, z. B. extensive Bodenhaltung, Freilandhaltung, bäuerliche Freilandhaltung. Und nach wie vor existiert die Intensivmast und im krassen Gegensatz dazu die biologische Geflügeltierhaltung.

 

Billig durch Intensivmast
Schaut man auf die Preise, fällt einem die enorme Spannbreite auf. Eine Hühnerbrust aus konventioneller Mast kostet im Supermarkt mitunter nur fünf Euro pro Kilogramm. Für eine Bio-Hühnerbrust zahlt man bis zu 30 Euro pro Kilo. Der Preisunterschied spiegelt den unterschiedlichen Aufwand für die Haltung wider. Die günstigste Aufzucht ist die Intensivmast, meist betrieben mit extra gezüchteten, schnell wachsenden Rassen, die in kürzester Zeit besonders viel Muskelfleisch entwickeln. Innerhalb nur eines Monats werden die Tiere mit Spezialfutter und Medikamenten auf ein festgelegtes „Wunschgewicht“ gebracht. Und: In der Intensivmast teilt sich ein Huhn einen Quadratmeter Stallfläche mit etwa 25 Artgenossen. Es kennt kein Tageslicht und muss sein kurzes Leben auf derselben Streu verbringen.

Feder

 

Qualität braucht Zeit
Wer all das nicht will, kauft Bio. Hier werden grundsätzlich weder Antibiotika noch andere Medikamente eingesetzt. Die Tiere haben genügend Auslauf im Freien und mindestens 81 Tage Zeit, um zu wachsen. Ihr Futter besteht überwiegend aus hofeigenem Ökogetreide. Die längere Lebenszeit, der dementsprechend höhere Futterbedarf, die Futterqualität und größere Stallflächen steigern die Kosten. Das erklärt die hohen Preise für Bio-Geflügel. Andere Tierhaltungsformen wie extensive Bodenhaltung oder bäuerliche Freilandhaltung sind kaum Alternativen: Die Auslaufbedingungen sind zwar besser als in der Intensivmast, aber mit 12 bis 15 Tieren pro Quadratmeter auch nicht artgerecht, und die Hühner bekommen z. B. Mastfutter und Medikamente.

 

Nur wo Bio-Siegel draufkleben, ist auch tatsächlich Bio drin
Fleisch aus biologischer Haltung wird entsprechend gekennzeichnet. Fehlt ein Bio-Siegel auf der Verpackung, stammt das Fleisch höchstwahrscheinlich aus der Intensivmast, eventuell auch aus extensiver Boden- oder Freilandhaltung. In dem Punkt lassen die Hersteller die Verbraucher gern im Unklaren. Aufdrucke wie „Frischgeflügel vom Lande“ oder „100 % ausgewogene Fütterung“ sollen Bio vortäuschen, haben aber keinerlei Aussagewert.

Beim Einkaufen müssen Sie sparen? Dann genießen Sie hochwertiges Fleisch eben nur einmal wöchentlich, aber das mit einem rundum guten Gefühl. Wir haben für unsere Rezepte Bio-Geflügel verwendet – und werden das auch in Zukunft tun. Uns haben der Geschmack und die artgerechte Aufzucht überzeugt.

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