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Tipps Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Diesmal kommen Sie gesund durch die kalte Jahreszeit: Hier verraten Experten der Pflanzenheilkunde, der fernöstlichen und der Schulmedizin die besten Tipps aus ihrer Praxis.

Das Heilprinzip

„Die chinesische Medizin kennt keine Trennung zwischen Körper und Geist, sondern ist ganzheitlich ausgerichtet“, erklärt Dr. Li Wu, TCM-Arzt in München. „Für Gesundheit sorgt der gleichmäßige Fluss der Lebensenergie Qi. Wird er blockiert, werden wir krank.“

 

Zum Vorbeugen

In der TCM geht es vor allem um das Vermeiden von Krankheiten. Eine Erkältung wird meist durch Viren verursacht, die die Abwehr überwinden. „Deshalb sind zwei Dinge wichtig: schnelles Ausscheiden der Erreger über Darm und Nieren sowie Unterstützung des Immunsystems durch die Ernährung“, erklärt Dr. Li Wu. Das heißt: Täglich viel Vitamin C über Obst und Paprika zu sich nehmen. Außerdem Bitterstoffe. Sie stecken z. B. in Chicoree, Feldsalat oder Rucola und regen die Verdauung an – so werden Erreger schneller ausgeschieden.

Zur Vorbeugung gehören auch rhythmische Sportarten wie Yoga oder Qigong. 20 Minuten am Tag reichen. Die fließenden Bewegungen aktivieren den Hormonhaushalt und regen die Bildung von speziellen Antikörpern im Blut an, die Viren angreifen und vernichten. Achten Sie in der Erkältungszeit auch auf genügend Schlaf: „Fünf Stunden lindern nur die Müdigkeit. Etwa acht Stunden braucht der Körper im Winter, um reichlich Serotonin zu bilden – einen Botenstoff, der gute Laune macht. Auch das schützt vor Erkältung.“

 

Das hilft im Akutfall

Alle Vorbeuge-Tipps gelten auch während eines grippalen Infekts. Nehmen Sie außerdem täglich Ballaststoffe zu sich (z. B. Vollkornprodukte), um die Verdauung anzuregen.
 Ein Kräutertee beschleunigt den Abtransport der Viren. Rezept (alle Kräuter aus der Apotheke): 10 g Chinesische Rhabarberwurzel, 1 g Sennesblätter, 8 g Schlangenbart- wurzel, 10 g Shen Qu (fermentierte Kräutermischung) nach Vorschrift zubereiten. 2-mal täglich je 250 ml trinken.


Schnupfen: Inhalieren mit Kräuterzusätzen wie Kamille oder Eibisch. Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung 
(fertig in Apotheken erhältlich).


chinesischen Tee kochen

So geht’s: Kräuter ca. 10 Minuten in 1,5 Liter Wasser aufkochen, dann 15 Minuten köcheln lassen, vom Herd nehmen. Im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Trinken wieder erwärmen.

Husten: Tee „Rauer Sturm“. Rezept: 6 g Ural-Süßholzwurzel, 6 g Schlangenbartwurzel,
2 g Holzschmetterlingssamen,
5 g Zhe Bei Mu, 3 g Stemona Wurzel, 3 g Ballonblumenwurzel. 2-mal täglich 1 Tasse.

Halsweh: Tee „Krächzender Rabe“. Rezept: 6 g Schlangen- bartwurzel, 6 g Geißblattblüten und 6 g Leopardenblumen- Wurzelstock. 2-mal täglich 1 Tasse.