[Alt-Text]

Tipps Gut gerüstet für den Winter

Diesmal kommen Sie gesund durch die kalte Jahreszeit: Hier verraten Experten der Pflanzenheilkunde, der fernöstlichen und der Schulmedizin die besten Tipps aus ihrer Praxis.

Paar macht Spaziergang

Alle Jahre wieder rollt die typische Erkältungswelle heran. Die einen erwischt es immer, andere fast nie. Gute Gene oder reiner Zufall? Weder noch. Ob wir gesund bleiben, hängt davon ab, wie gut das Immunsystem gegen geballte Viren-Attacken gewappnet ist. Natürlich wird es das ganze Jahr über mit Erregern konfrontiert. Sie schweben in der Atemluft, sitzen nach dem Händeschütteln auf unserer Haut oder werden mit der Nahrung aufgenommen. Solange unsere Abwehr aber problemlos mit ihnen fertig wird, merken wir davon nichts.
In Herbst und Winter steigt das Risiko einer Ansteckung und Erkrankung, weil wir uns meist mit vielen Leuten in geschlossenen, geheizten Räumen aufhalten. Dann setzen sich Viren und Bakterien in den Schleimhäuten von Nase und Rachen fest und lösen dort Entzündungen aus. Typische Erkältungsymptome wie Schnupfen, Husten und Halsweh können Sie selbst behandeln, bei einer Grippe sollten Sie allerdings besser zum Arzt gehen. Eine starke Abwehr muss bei Bedarf genügend Immunzellen im Blut bereitstellen können. Das schafft sie nur dank einer gesunden Darmflora. Denn 70 Prozent unseres Immunsystems liegen im Darm: Dort sitzen seine wichtigsten Hilfstrupps – spezielle Bakterien. Gerät diese Mikrowelt aus dem Gleichgewicht, schwächt das die Abwehr. Nicht immer hängt es allein von uns ab, wie fit wir sind. Stress oder Kummer zum Beispiel machen uns anfälliger für Erkältungen (grippale Infekte). Deshalb geben unsere Experten nicht nur Tipps zum Vorbeugen, sondern auch für den Akutfall.

 

Erkältung oder Grippe?

Erkältung

Beginn: langsam

Symptome: Husten, Schnupfen, verstopfte Nase, Kopf-u und Halsschmerzen

Verlauf: Besserung nach ein paar Tagen, meist ist kein Arztbesuch nötig

Grippe

Beginn: plötzlich

Syptome: hohes Fieber, starkes Krankheitsgefühl, kein Appetit, Müdigkeit, Muskel- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, trockener Husten ohne Schleim

Verlauf: hefig, langwierig, wieder auf die Beine zu kommen fällt schwer, ein Arztbesuch ist sinnvoll

 

Irrtümer über Erkältungen

Antibiotika schlucken: Sinnlos, denn Antibiotika greifen die Zellwände an und Erkältungen werden durch Viren verursacht, die alle keine Zellwände haben. Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infekten, z. B. einer Blasenenzündung.

Fußbad
Fußbad

Kräftig schnäuzen: Der Druck bläst die Erreger bloß in die Nebenhöhlen, wo sie zu einer Entzündung führen können. Besser: Nase mit dem Taschentuch sanft ausdrücken und höchstens verstärkt ausatmen.

Tee mit Rum trinken: Ein kleiner Schuss Hochprozentiges schadet nicht. Generell aber gilt: Alkohol schwächt das Immunsystem und belastet die Leber noch zusätzlich.

Kälte ist schuld: Nur indirekt – bei frostigen Temperaturen ziehen sich die Blutgefäße in den „Außenbezirken“ des Körpers (Schleimhäute, Füße) zusammen. Dadurch zirkuliert dort weniger Blut, es sind weniger Killerzellen vor Ort, die Viren gleich erledigen könnten. 

Grippe-Impfung hilft: Falsch. Die Erkältungsviren sind andere und mutieren zu schnell, um die Bildung eines Impfstoffes zu ermöglichen.
 

 

1 2 3