[Alt-Text]

Selbstmedikation Hilfe bei Ohrenschmerzen

Autsch! Aber das krieg ich wieder hin.“ So denken viele und behandeln sich mit Hausmitteln und rezeptfreien Arzneien. Welche rezeptfreien Heilmittel helfen wirklich? Und wann fragen Sie besser den Arzt? Das verrät diese Serie. Diesmal: Ohrenschmerzen 

Was hilft bei Ohrenschmerzen?

Es drückt, es sticht und zieht, und beim Kauen oder nachts wird es oft noch schlimmer: Ohrenschmerzen sind äußerst quälend. Ursache ist meist eine Entzündung. Sitzt sie in der zarten Haut des äußeren Gehörgangs, sind durch Wattestäbchen oft haarfeine Risse entstanden. Hier können sich dann Bakterien breitmachen.

Eine Entzündung des Mittelohrs dagegen entwickelt sich häufig nach einer Erkältung, wenn die Erreger aus dem Nasen-Rachenraum über die Ohrtrompete (Tube) dorthin gelangen. Weh tun kann es aber auch, falls die Tube nach dem Fliegen oder Tauchen verschlossen oder der Gehörgang durch Ohrschmalz versperrt ist.

Die besten Hausmittel: Omas Zwiebelsäckchen lindert die Schmerzen und dämmt die Entzündung ein. Dafür eine Zwiebel schälen und klein hacken, im Kochtopf erhitzen und in ein Tuch wickeln. Das Säckchen noch warm aufs Ohr legen und mit einem Schal befestigen. 30 Minuten einwirken lassen.Was ebenfalls gut hilft: Ein Bund krause Petersilie ganz klein hacken, in dünnen Verbandsmull ein- schlagen, auf das Ohr legen und wie das Zwiebelsäckchen fixieren. Insgesamt eine Stunde wirken lassen.

Selbst behandeln – aber richtig: Bei leichten bis mittleren Schmerzen wirken Ohrentropfen (Download) oft Wunder. Ihre hundertprozentige Wirkung entfalten sie aber nur so: Auf die Seite legen, die körperwarmen Tropfen ins Ohr träufeln und anschließend locker mit einem Wattepfropf verschließen. 15 Minuten auf der Seite liegen bleiben, damit die Tropfen optimal auf das Trommelfell einwirken können. Wichtig: Nach Anbruch sind die meis- ten Tropfen nur vier bis sechs Wochen haltbar (siehe Beipackzettel). Werden die Ohrenschmerzen trotzdem stärker und kommt Fieber hinzu, zum HNO-Arzt gehen.