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Gesundheit Alternative Helfer bei Erkältung

Die meisten Menschen greifen schon bei den ersten Erkältungssymptomen zu Medikamenten. Das muss aber nicht sein – wir zeigen alternative Behandlungsmethoden.
Pflanzliche Medikamente

Pflanzliche Präparate

So geht's: Eine spezielle Kombination aus den Destillaten von Eukalyptus-, Süßorangen-, Myrten- und Zitronenöl löst und verflüssigt den Schleim in den Atemwegen. Die Schleimhaut schwillt ab und kann sich regenerieren. Akute Symptome wie Druckkopfschmerz, Husten und verstopfte Nase lassen spürbar nach. Produkt: GeloMyrtol forte, 50 Kapseln ca. 16 Euro.

Bitte beachten: Der Wirkstoff wird im Dünndarm ins Blut geschleust und gelangt so in die Nebenhöhlen und feinsten Bronchialwege. Die Kapseln mit einem Glas kalten Wasser (verhindert verfrühtes Auflösen) 30 Minuten vor einer Mahlzeit einnehmen.

 

Ernährung

So geht's: Unterstützen Sie das Immunsystem, indem Sie möglichst vitaminhaltig essen, also reichlich frisches Obst und Gemüse. Sanddorn und Paprika oder Kohlgemüse enthalten sogar mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Aber weil das Vitamin hitzeempfindlich ist, Obst am besten roh essen und Gemüse nur kurz dünsten. Auch Zink stärkt die Abwehrkräfte (z. B. in Haferflocken, Hartkäse).

Bitte beachten: Kälte und Heizungsluft trocknen die Schleimhäute aus, dann können sich Erkältungserreger leichter einschmuggeln und ausbreiten. Um die Schleimhäute schön feucht zu halten: viel trinken.

 

Ergänzende Übungen

So geht's: Atemübungen unterstützen die Behandlung. Ein Beispiel: Nach dem Ausatmen die Nasenlöcher zuhalten. Nun mit geschlossenem Mund den Kopf weit in den Nacken legen und danach auf die Brust senken. 4–6 Wiederholungen, erst dann weiteratmen. Das befreit die Nase.

Bitte beachten: Zu kräftiges Ausschnäuzen kann Erreger in Mittelohr und Nebenhöhlen pressen. Deshalb nur sanft und behutsam mit abwechselnd zugehaltenem Nasenloch ausschnupfen. Halten Sie Bettruhe, inhalieren Sie und lutschen Sie Salbeibonbons.

 

Experten-Tipp:

So geht's: „Präparate wie GeloMyrtol forte gehen an die Ursachen eines Infekts. Sie verflüssigen den Schleim und helfen, dass die Flimmerhärchen, die das Sekret abtransportieren, wieder beweglicher werden“, erklärt Prof. Dr. Stephan Gottschlich, Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde in Rendsburg. „Hinzu kommt die antientzündliche und antibakterielle Funktion. Insgesamt kann so die Ausbreitung des Infekts verhindert werden.“

Bitte beachten: „Gewinnen die Bakterien auf der Schleimhaut die Oberhand, kann eine Sinusitis mit Kopf- und Zahnschmerzen, Augendruck und eitrigem Schnupfen entstehen. Lindern pflanzliche Präparate das nicht mehr, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum.“