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Verdauung Richtige Ernährung bei Verstopfung

Bei Verstopfungen und Darmträgheit spielt die Ernährung eine besonders wichtige Rolle. Wir haben Ihnen die besten Tipps und Hausmittel rund um eine ballaststoffreiche Lebensmittelzufuhr zusammengestellt.
Weizenprodukte

Wenn der Darm streikt, kann das oftmals viele Ursachen haben: Stress, zu wenig Flüssigkeit, unregelmäßige Essenszeiten oder stark zuckerhaltige Nahrungsmittel, sind nur einige der möglichen Auslöser. Doch genau so vielfältig wie die Gründe einer trägen Verdauung sind, sind auch deren Behandlungsmöglichkeiten.

 

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel

Effektiv und nachhaltig lassen sich Blähungen und Bauchkrämpfe mit einer ausgewogenen sowie ballaststoffreichen Ernährung in den Griff bekommen. Ballaststoffe vergrößern das Volumen im Dickdarm um ein Vielfaches, regen diesen an und treiben den Verdauungstrakt an. Außerdem binden sie Gifte, die mit der Nahrung in den Darm gelangen und transportieren sie nach draußen. Die unverdaubaren Pflanzenteile reinigen somit den Darm und führen zu einer ausgewogen Darmgesundheit bei. Ernährungsexperten raten pro Tag etwa 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Dabei lassen sich folgende Nahrungsmittel als besonders ballaststoffreich beschreiben:

    •    Leinsamen oder Flohsamen
    •    Vollkorn und Getreideprodukte
    •    Trockenfrüchte, wie z. B. Feigen, Pflaumen, Aprikosen
    •    Gemüse, z. B. Brokkoli, Blumenkohl, Kartoffeln
    •    Obst, z. B. Birnen, Trauben

 

Sauermilchprodukte

Auch Sauermilchprodukte helfen, Verstopfungen in den Griff zu bekommen. Sie enthalten probiotische Bakterien und Milchzucker, die einen positiven Einfluss auf die Darmgesundheit haben und die erwünschten „guten“ Mikroben in ihrer Bildung unterstützen. Einige Sauermilchprodukte empfehlen sich daher besonders, in den täglichen Nahrungsplan einzubinden:

    •    Joghurt
    •    Buttermilch
    •    Molke
    •    Dickmilch
    •    Schmand
    •    Sauerkrautsaft oder rohes Sauerkraut

 

Ausreichende Flüssigkeits-Zufuhr

Neben einer ballastoffreichen und sauermilchhaltigen Ernährung, sollten Sie auch immer genügend trinken. Fangen Sie am besten schon vor dem Frühstück mit einem kaltem Glas Mineralwasser oder Fruchtsaft, wie beispielsweise Holundersaft, an. Das hilft, die Reste vom Vortag loszuwerden. Auch Früchte- oder Kräuter-Tees bieten sich an, den Flüssigkeitsbedarf von etwa 1,5 - 2 Liter pro Tag zu decken. Kaffee und schwarzer Tee sollten in Maßen genossen werden.

 

Hausmittel

Apfelessig wird besonders häufig als Wundermittel in Sachen Verdauungsprobleme gehandelt. Es hilft, den Darm vor schädlichen Bakterien und anderen Krankheitserregern freizuhalten. Eine regelmäßige Einnahme, zum Beispiel vor jeder Mahlzeit ein Glas Mineralwasser mit 1 EL Apfelessig vermischt trinken, ist eine gute Vorbeugemaßnahme.

Auch ein kaltes Fußbad hilft gegen Verstopfungen. Achten Sie darauf, dass Ihre Beine bis zur Hälfte der Unterschenkel mit Wasser bedeckt sind. Die Beine etwa zwei Minuten baden und dabei ständig die Füße in Bewegung halten.

Ein weiteres Hausmittel, das bei Einschränkungen im Magen-Darm Trakt eingesetzt wird, ist Knoblauch. Die Heilpflanze tötet schädliche Darmbakterien und schont die, die für unsere Verdauung wertvoll sind. Außerdem hat es eine krampflösende Wirkung auf die Darmmuskulatur. Rezepte mit Knoblauch finden Sie hier.

Achten Sie außerdem darauf, sich täglich ausreichend zu bewegen. Ob in Form eines flotten Spaziergangs, Gymnastik oder Übungen, die die Bauchmuskulatur stärken - jegliche Form der Bewegung regt die Verdauung an. 

 

Einläufe

Bei einer akuten Verstopfung kann ein Einlauf schnell und einfach Hilfe leisten. Denn während andere Maßnahmen frühestens innerhalb von 24 Stunden wirken, hilft ein Einlauf sofort und ist dabei noch ohne schädliche Nebenwirkungen.