Mit Cremes ist es ähnlich wie mit zwei Menschen: Sollen sie zueinander passen, muss die Chemie stimmen. Nicht jede Creme ist optimal für Ihre Haut, manchmal stecken sogar Stoffe drin, die niemandem so recht zu empfehlen sind. Bloß: Wie beurteilt man als Laie die Qualität einer Creme?
Fest steht: Nach Preis oder Werbeversprechen kann man nicht gehen. Dabei finden Sie den Schlüssel zum cleveren Creme-Kauf seit 1998 auf jedem Produkt: die INCI-Liste (kurz für „International Nomenclature of Cosmetic Ingredients“). Laut EU-Beschluss müssen darin alle Zutaten nach genau festgelegten Richtlinien angegeben werden. Leider nicht auf Deutsch, sondern in einer Fachsprache aus Englisch und Latein. Wer sich ein bisschen damit beschäftigt, kann aber relativ leicht erkennen, was drin und dran ist am Produkt.
Das fängt bereits bei der Reihenfolge an: Was an der Spitze steht, macht mengenmäßig den größten Teil des Produktes aus, was weiter unten steht, den kleinsten – denn deklariert werden muss absteigend. Im Mittelfeld der INCI-Liste finden Sie die Wirkstoffe, während Hilfstoffe, die nur sparsam eingesetzt werden, zum Schluss aufgeführt werden. Farbstoffe erkennen Sie an dem Kürzel „CI“ mit fünf Ziffern (z. B. „CI 40800“), Düfte am Sammelbegriff „Parfum“, Konservierungsstoffe meist an der Endung „-paraben“.