Seite 2 aus dem Artikel: Urangehalt im Trinkwasser
Wie viel Uran ist gefährlich?

Wie viel Uran ist gefährlich? Welche konkreten Uranbelastungen zu Gesundheitsschäden führen, konnten Wissenschaftler bisher noch nicht ausreichend klären. Sichere Hinweise gibt es aber darauf, dass Säuglinge und Kinder etwa dreimal empfindlicher auf Uran reagieren als Erwachsene. Eine wissenschaftliche Analyse der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde zeigte bereits im März 2008, dass schon eine niedrige Uranbelastung auf Dauer die Nieren von Kleinkindern schädigt. Das bestätigt auch der Kieler Toxikologe Hermann Kruse. „Dafür ist aber nicht die sehr geringe Radioaktivität des Schwermetalls verantwortlich“, sagt er, „sondern seine chemisch-giftige Wirkung.“ Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch fordert daher einen gesetzlichen Höchstwert von nur 2 Mikrogramm Uran pro Liter Trinkwasser.

Was können Verbraucher tun? Erfragen Sie den Urangehalt Ihres Trinkwassers beim zuständigen Wasserwerk. Eventuell weicht der genannte Wert aber von dem tatsächlichen in Ihrem Haushalt ab, weil er zum Beispiel in einem Brunnen gemessen wurde, das Wasser aber in den Zuleitungen mit anderem Wasser gemischt wird. Lassen Sie für den genauen Wert Wasser direkt aus dem eigenen Hahn bei Ihrem Wasserwerk analysieren, das kostet nicht viel. Wer bei der Ernährung von Babys und Kleinkindern auf Nummer sicher gehen will, verwendet Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“. 


Schlagwörter: ratgeber
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© Imme Bohn
Quelle: Vital, Ausgabe 05/2010