Autor: Dorothea Palte
Seite 5 aus dem Artikel: Schöne Zähne mit einfachen Pflegetipps!
Helfen Mundduschen und Mundwasser?
„Das Problem sind oft nicht die Zähne, sondern die Zahnzwischenräume“
Besonders wichtig bei der täglichen Mundhygiene sind die Zahnzwischenräume. „Zahnseide und Interdentalbürsten sind ein tägliches Muss. Am besten sollte man mit seinem Zahnarzt ein Putzschema erarbeiten: jedem Zahnzwischenraum die richtige Bürstenstärke zuweisen und sich die Handhabung genau erklären lassen. Nur dann klappt das auch täglich zweimal“, rät Kerstin Brügelmann. Stehen die Zähne sehr eng zusammen, reicht oft schon Zahnseide. Bei größeren Zahnlücken müssen Interdentalbürsten ran. Einmal täglich ist auch die Zunge dran: „Sie ist großporig, feucht und weich – ein idealer Nährboden für Bakterien.“ Ein Zungenspatel kostet wenig und hält ewig, wenn man ihn immer wieder gut reinigt.
INFO
- Initiative proDente e. V.: Infos, kostenlose Broschüren zu Zahnpflege und Zahnersatz, mit Suchfunktion nach Zahnärzten, Beratungsstellen, Notdiensten. Tel. 02 21/17 09 97 40. www. prodente.de
- Forum Zahngesundheit der Zahnärztinnen und Zahnärzte Baden-Württemberg: Zahn-Infos vom ersten Zahn bis ins hohe Alter. Tel. 07 61/45 06-0. www.forum-zahngesundheit.de
- Deutsche Parodontose Hilfe e. V.: Spezielle Infos zu Zahnfleischentzündungen, Suchfunktion nach spezialisierten Zahnärzten. Tel. 0 23 23/96 59 05. www.parodontosehilfe.de
„Mundduschen oder Mundwasser sind im Prinzip unnötig“
Mundduschen hält die Expertin für überflüssig: „Der hohe Druck kann Speisereste gut rausspülen. Groß ist aber die Gefahr, dass man sie versehentlich noch tiefer in die Zahntaschen befördert.“ Wenn Putzen nicht möglich ist, z. B. nach Zahnoperationen, sollten kurzfristig lieber antibakterielle Mundspüllösungen verwendet werden. Die Expertin warnt aber, sie unter normalen Umständen regelmäßig zu benutzen: „Nur bei allzu hoher bakterieller Besiedelung des Mundraums sind Mundspülungen nach vorheriger Rücksprache mit dem Zahnarzt sinnvoll. Sie dürfen dann aber keinesfalls das Putzen ersetzen!“ Und wenn mal gar keine Bürste zur Hand ist, reicht in der Not auch klares Wasser zum Spülen.
Quelle: Vital, Ausgabe 08/2009











