Buch-Tipp
Schlechte Tochter von Justine Lévy

Wie soll man selbst eine gute Mutter werden, wenn die eigene versagt hat

Louise ist schwanger – und schafft es nicht, das ungeplante Baby vorbehaltlos anzunehmen. Denn ihre eigene Mutter liegt im Sterben. Das wiegt umso schwerer, als beide ein stark gestörtes Verhältnis zueinander haben. Die Mutter, einst ein berühmtes Model, hat sich nie um ihre Tochter gekümmert, ihr nie das Gefühl gegeben, sie zu lieben. Erst jetzt, durch die Krebserkrankung, entsteht Nähe – die Louise in ein Gefühlschaos stürzt. Und als Leserin hat man das Gefühl, alles hautnah mitzuerleben.

Justine Lévy: „Schlechte Tochter“, Kunstmann, 176 Seiten, 17,90 Euro


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Quelle: Vital, Ausgabe 11/2010