Urlaub
Provence: Eine kulinarische Reise

Die Märkte sind ein Fest für die Sinne, das Essen schmeckt nach Sonne und Urlaub – in der Provence spürt man, was „Leben wie Gott in Frankreich“ bedeutet.
Provence: Eine kulinarische Reise 0

Von München aus braucht man mit dem Auto ungefähr neun Stunden, von Hamburg aus dreizehn.

Der Vital-Reiseplaner

Anreise: Per Flugzeug nach Marseille (günstig z. B. über www.fluege.de). Oder per Zug bis Avignon (www.bahn.de, www.tgv-europe.de).

Unterkünfte:

Naturnah: Wohnen auf einem hundertjährigen Bauernhof inmitten von Lavendel und Wein in Quinson, vegetarische Menüs. „La Vudèle“, www.organicprovence.de, DZ mit Frühstück 60 Euro p. P.

Für Hobbykünstler: Im geschmackvollen Bed & Breakfast „Le Jas du Boeuf“ in Cruis werden auch Malkurse angeboten. www.colourdimensions.com, mit Pool, DZ ab 95 Euro.

Filmreif: Traumgarten, Pool, individuelle Zimmer, köstliches Essen im „La Bastide d’Eygalières“ in Eygalières. www.hotellabastide.com, Einzelzimmer ab 84 Euro.

Ähnlich schön und hundefreundlich: „Hostellerie la Grangette“ bei L’Isle-surla- Sorgue, DZ ab 115 Euro.

Bio-Wohnen: Weingut in Bras, ab 45 Euro p. P., www.provence 4u.com, außerdem Kurse in „Boutis“ (Patchwork).


Dann strömt eine Luft wie Samt und Seide durch das längst geöffnete Fenster, es duftet blumig-würzig, und wer zum Picknicken anhält, streckt nur den Arm aus und kann sein Baguette mit Thymian, Majoran und Rosmarin würzen. Diese Kräuter wachsen in der Provence überall wild. Und natürlich der Lavendel! Beim Anblick der wogenden Felder verfliegt jeder Stress aus der Vor- Urlaubszeit. Von da an plätschern die Tage sanft dahin. Die Provenzalen nehmen sich viel Zeit für alles: den morgendlichen Café crème, den sie bevorzugt im Café um die Ecke einnehmen, den Plausch mit den Nachbarn auf dem Markt, das Essen und das nachmittägliche Boulespiel unter Bäumen. Machen Sie’s genauso!

Das Mittagessen ist heilig

Die Provenzalen pflegen einen sehr entspannten Lebensstil, halten aber das Ritual der

Grundnahrungsmittel mit Geschmack
Ohne Brot wäre eine provenzalische Mahlzeit undenkbar. Die beliebtesten Sorten: à l’ancienne (nach traditioneller Art), Baguette oder Ficelle (dünnes Weißbrot). Noch ein Muss ist Rohmilchkäse von Kuh, Schaf und Ziege. Probieren kann man in diversen Käsereien (z. B. „Gérard Paul“, 9 rue Marseillais, Aix-en-Provence). Nehmen Sie zum Einkaufen gleich eine Kühltasche mit!

Mittagspause unbedingt ein. Meist beginnt sie um 12 und dauert mindestens bis 14 Uhr. Und weil die Sonne im Sommer täglich scheint, wird bei Familienfesten und in vielen Restaurants gut gelaunt im Garten geschlemmt. Zum Einstimmen zu Hause gucken wir schon mal den romantischen Film „Ein gutes Jahr“ mit Marion Cotillard und Russell Crowe, der unter anderem in Gordes, Avignon, Marseille und Bonnieux gedreht wurde (auf DVD, ca. 10 Euro). Und servieren vorher mindestens eines unserer vier Rezepte In der Provence wachsen fast automatisch kleine Genießer heran. Logisch, wenn man so viel Gutes vor der Haustür findet.


Schlagwörter: ernaehrung, rezept
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Quelle: VITAL, Ausgabe 07/2011