Vegane Schuhe


Vegane Schuhe

Egal, wie gut oder schlecht die Öko-Bilanz des Leders ist, manchen Vertretern der reinen Lehre reicht das trotzdem nicht. Veganer wollen weder Tiere essen, noch deren Häute oder Felle tragen. Da Tierschutz in Großbritannien traditionell eine große Rolle spielt, kommen die meisten veganen Schuhe von der Insel. Doch auch die haben einen Haken. Zwar verzichten sie auf Leder, nehmen dafür aber eine Menge Plastik in Kauf, dessen ökologisches Manko der Rohstoff Erdöl ist. Denn bei Tankerunglücken auf den Weltmeeren sterben auch sehr viele Tiere, vor allem Seevögel. Wie man es also dreht und wendet, Öko Schuhe bleiben eine schwierige Sache. Wer nicht barfuß gehen oder nur handgestrickte Wollsocken tragen will, der muss Entscheidungen treffen, wessen Wohl ihm am meisten am Herzen liegt. Und wer zudem noch Wert darauf legt, dass die Produzenten fair bezahlt werden, der hat es doppelt schwer.

Ein einheitliches Öko-Siegel für Schuhe, das Verbrauchern die Entscheidung erleichtert, fehlt leider bislang. Das A und O ist selbstverständlich auch bei Öko-Schuhen die gute Verarbeitung. Denn nur was robust ist und lange hält, ist wahrlich ökologisch. Billige Schuhe, die schon von Weitem nach einer Montagsproduktion aussehen, sollte man deshalb in jedem Fall stehen lassen. 


Lesen Sie auch
Kommentare
Artikel weiterempfehlen
Zum Artikel

Quelle: Vital, Ausgabe 09/2009

Autor: Kirsten Brodde