Autor: Verena Carl
38, lebt als Autorin mit Mann und zwei Kindern in Hamburg. Sie schreibt u. a. Kinderbücher, Romane und für uns die Kolumne über ein vitales Leben
Ihr Mann raubt auch immer Ihren Kosmetikschrank aus? Dann probieren Sie doch mal die Unisex-Cremes und Körperlotionen der Biokosmetik-Firma Sante aus. Natürliche Aromen und Pflegestoffe wie Ingwer und Mango, Basilikum und Sheabutter passen prima zu beiden Geschlechtern. Auch online zu bestellen unter www.sante.de.
So weiblich, so gut. Ist ja schließlich nicht verboten, sich angenehme und vernünftige Dinge von Frauen abzuschauen. Ich persönlich teile gerne mein Gemüsecurry und bin froh, dass mein Liebster nicht erst dann zum Arzt geht, wenn er im Liegen transportiert werden muss. Aber, ganz ehrlich: Es gibt Bereiche, da möchte ich den kleinen Unterschied gerne behalten. Rasierer zum Beispiel sind sehr nützliche Geräte gegen Gesichtsbehaarung – aber an anderen Körperstellen haben sie bei Männern nichts verloren! Das Einzige, das noch abtörnender ist als ein glatt rasierter Bauch, ist ein Bauch mit Stoppeln. Außerdem müssen Männer breiter und schwerer sein als Frauen, wenigstens ein bisschen. Allein schon, damit wir glaubwürdig bleiben, wenn wir uns eine Jeans im schlabberigen „Boyfriend Cut“ anschaffen. Entsprechend gilt auch: Hände weg von unserem Kleiderschrank! Neue Männer hin oder her – sie sollen bloß nicht auch noch auf die Idee kommen, unsere Accessoires auszuleihen.
Kann natürlich sein, dass der Neue Mann in 15, 20 Jahren schon wieder Geschichte ist. Dann nämlich, wenn all die kleinen Henris und Maltes und Lucas, die heute die Babymassage- und Rückbildungsyoga- Kurse bevölkern, in die Pubertät kommen. Wahrscheinlich tragen die dann Vollbart und verschlingen tote Tiere roh zum Frühstück, um sich abzugrenzen. Ist uns auch recht. Dann isst uns wenigstens keiner mehr das leckere Gemüse-Risotto weg. Und einen Termin im Day Spa bekommen wir auch wieder, ohne uns Wochen vorher anmelden zu müssen.
Quelle: Vital, Ausgabe 02/2009