Seite 3 aus dem Artikel: Lebensmittel-Imitaten auf der Spur
Interview mit Armin Valet

Interview mit Armin Valet

"Mehr Durchblick für den Verbraucher“

Fordert klare Kennzeichnungen: Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg

VITAL: Die Verbraucherzentrale hat eine Liste mit Analog-Käse-Produkten und Lebensmitteltäuschungen veröffentlicht. Wie waren die Reaktionen der Verbraucher?
Armin Valet: Es gab enorm viel Interesse. Wir hatten zeitweise einen Serverabsturz. Viele Verbraucher schicken uns immer noch Mails, wenn sie Produkttäuschungen entdecken.

Was hat die Veröffentlichung der Liste gebracht?
Es gab Hersteller, die nach den Protesten der Verbraucher den Analog-Käse rausgenommen haben. Ein Anbieter, der in seinem Putensalat billiges Formfleisch verwendet hat, verarbeitet dieses inzwischen nicht mehr.

Was muss sich für den Verbraucher ändern?
Lebensmittel-Imitate müssten deutlich mit dem Wort Imitat gekennzeichnet sein. Die Schrift der Zutatenliste muss gut lesbar sein. Oft ist sie zu klein oder nur undeutlich zu sehen. Es darf für Hersteller nicht mehr die Möglichkeit geben, auf der Verpackung mithilfe von Namen, Fotos oder Begriffen etwas vorzutäuschen, was gar nicht im Produkt enthalten ist.


Schlagwörter: ernaehrung, essen, forschung
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Quelle: Vital, Ausgabe 01/2010

Autor: Imme Bohn