Weniger Stress
WENIGER STRESS IN BERUFS- UND PRIVATLEBEN
Jede dritte Frau hat das Gefühl, sie arbeite am Limit. Sie leidet unter Termindruck und führt ein Leben wie im Hamsterrad. Und statt Entspannung in der Partnerschaft zu finden, haben vier von zehn Frauen Angst, hier zu versagen. Solch chronischer Stress aktiviert Gene, die das Immunsystem in einen permanenten Alarmzustand versetzen. Schon kleinere Stress-Ereignisse wirken negativ auf eine Vielzahl immunologischer Mechanismen, vor allem auf die Arbeit der TZellen, den „Killerzellen“ des Immunsystems.
So funktioniert das Immunsystem
Gegen Fremdstoffe oder Krankheitserreger verteidigt uns das Immunsystem. Wird der erste Schutzwall aus Haut, Schleim und Flimmerhärchen durchbrochen, setzt es gegen feindliche Eindringlinge automatisch Fresszellen und natürliche Killerzellen in Bewegung, die von chemischen Botenstoffen der fremden Erreger angezogen werden. Scheitern die Killerzellern, kommen wirksame Spezialisten wie die Lymphozyten zum Einsatz.
Tipp 3: Bereits nach zwei bis drei Wochen Yoga bildet der Körper mehr Kortison, damit wir in Belastungssituationen über genügend Energie verfügen. Eine immunstimulierende Übung: Im Fersensitz die Hände in Höhe der Brustmitte ineinander verschränken, Unterarme parallel zum Boden. Tief einatmen, Atem 5 Sekunden anhalten, die Hände kräftig nach außen ziehen. Ausatmen, einatmen, Luft anhalten, die Hände erneut nach außen ziehen. 1 bis 3 Minuten pro Tag.
Tipp 4: Regelmäßiges Tai-Chi sorgt bereits nach fünf Monaten für mehr Antikörper und einen erhöhten Immunstatus. Eine neue Studie der University of California, Los Angeles, zeigt, dass es sogar gegen die Immunschwäche-Krankheit Gürtelrose hilft.
AUSREICHEND SCHLAF MACHT DIE ABWEHR FIT
Nicht für jeden ist die Nacht mit Ruhe und süßen Träumen verbunden: 30 bis 40 Prozent der Frauen leiden regelmäßig unter Schlafstörungen. Dabei produziert der Organismus gerade während der Nachtruhe die natürlichen T- und B-Killerzellen. Fresszellen wie Monozyten oder Granulozyten werden aktiver. Ein Mangel an Schlaf führt schon nach sechs Tagen zu einer verringerten Zahl von Antikörpern. Bekommt der Körper regelmäßig weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht, steigt zudem der Spiegel des Stress-Hormons Kortisol an – pures Gift für die Fresszellen. Einige sterben einfach ab, andere Zellen erkennen ihre Feinde nicht mehr und sind so wirkungslos.
Tipp 5: Die „Schlafpflanze“ an sich ist Baldrian.
Tipp 6: Auch die Inhaltsstoffe Humulon und Lupulon aus den Hopfenzapfen machen müde. Beruhigend wirken zudem Melisse, Passionsblume und Lavendel.
Tipp 7: Bei nervösen Schlafstörungen hilft Johanniskraut. Für einen Tee 2 TL Kraut mit 1 Tasse Wasser übergießen. Zugedeckt 20 Minuten Köcheln lassen. Morgens und abends 1 bis 2 Tassen.
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Dorothea Palte
Quelle: Vital, Ausgabe 10/2009







