Sinnvolle Leselust

Rätselhafte Literatur wirkt wie Gehirnjogging
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Das Lesen „absurder“ Literatur steigert die Denkleistung! Das legt ein Experiment der kalifornischen Universität Santa Barbara nahe, in dem Studenten zunächst „Ein Landarzt“ von Franz Kafka lesen sollten, eine Kurzgeschichte mit irrealen Elementen und abruptem Ende. Danach lernten die Studenten eine erfundene Grammatik – und erkannten schneller System und den versteckten Sinn als die Vergleichsgruppe, die eine gewöhnliche Geschichte gelesen hatte. „Die Erfahrung von etwas, das eigentlich keinen logischen Sinn ergibt, bringt einen Menschen dazu, mehr Struktur in der eigenen Umwelt zu suchen“, so das Fazit des Studienleiters Travis Proulx. Weiterer Lesestoff für den Kopf: Samuel Becketts „Warten auf Godot“, „Mister Aufziehvogel“ von Haruki Murakami oder „Mann im Dunkel“ von Paul Auster.


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Quelle: Vital, Ausgabe 01/2010