Gelenkverschleiß
Hilfe bei Arthrose

Nur ältere Menschen haben Arthrose? Ein Irrtum. Immer jüngere leiden an dem schmerzhaften Verschleiß. Ein Orthopäde verrät, welche Therapien wirklich helfen.
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Gerade erst aufgestanden und schon tun die Gelenke weh? Typisch Arthrose. Und auch wenn die Schmerzen nach den ersten Schritten wieder verschwinden, nimmt der Verschleiß trotzdem schleichend zu und schädigt das Gelenk. Doch neueste Forschungsergebnisse der Universitäten Münster und Hannover machen Hoffnung. Am Institut für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin in Münster haben Wissenschaftler das Molekül entdeckt, das den Verschleiß auslöst. Das Besondere: Jeder trägt es in sich, aber nur bei einigen Menschen wird es aktiv. Der Antikörper, der das Molekül deaktiviert, wurde im Tierversuch bereits gefunden. Hier konnte die Entstehung der Arthrose durch die regelmäßige Injektion dieses Antikörpers verhindert werden. „Unsere Prognose für den Menschen ist, dass Arthrose in etwa fünf bis sechs Jahren bereits im Anfangsstadium bekämpft werden kann“, sagt die Münsteraner Biologin Dr. Jessica Bertrand.

Je nach Auslöser unterscheidet die Medizin zwei Arthrose- Formen: die primäre oder auch klassische und die sekundäre. Bei der klassischen Form wirken viele verschiedene Faktoren wie Über- oder Fehlbelastung, Übergewicht oder auch Vererbung zusammen. Sekundäre Arthrose hingegen kann durch Unfälle, angeborene Stoffwechselerkrankungen wie Rheuma oder durch Knochen-Fehlstellungen hervorgerufen werden. Viele Therapien versprechen eine Besserung der Beschwerden, ja sogar Heilung. Doch allerlei Methoden sind nichts als Geldschneiderei. Einige aber können tatsächlich Schmerzen stillen, Entzündungen lindern und den Knorpel erhalten. Für den Laien ist es allerdings schwierig, sich in diesem Therapie- Dschungel zurechtzufinden. Unser Experte Dr. Dr. Géza Pap, Chefarzt des Orthopädisch- Traumatologischen Zentrums vom Park-Krankenhaus in Leipzig, hilft Ihnen dabei. Er hat für Sie die wirklich sinnvollen Therapiemöglichkeiten einmal unter die Lupe genommen. Es werden aber auch diejenigen genannt, die nicht zu empfehlen sind.


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Quelle: Vital, Ausgabe 12/2009

Autor: Vera Vaelske