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Matratze & Härtegrad

Matratze
Sie sollte überall dort, wo beim Liegen Druck entsteht, nachgeben, also „punktelastisch“ sein. So können Hüfte und Schultern leicht einsinken, ohne dass sich Mulden bilden. Während klassische Federkernmatratzen nur großflächig nachge- bben, sind Kaltschaum-, Latex- und Taschenfederkernmatratzen punktelastisch. Ein Nachteil für Rückenkranke bist allerdings, dass Latex-Matratzen recht schwer sind. Sie – wie empfohlen – regelmäßig zu wenden ist daher kompliziert. Problemfall Wasserbett: Hier kann ein zu tiefes Einsinken die Wirbelsäule belasten und Veränderungen der Schlafposition erschweren. Bei Viskoschaum-Matratzen ist bdie Härte temperaturabhängig: Körperwärme lässt den Schläfer einsinken, an den kühleren Rändern bleiben sie fest. Auch dieses Material stört das häufige Drehen im Schlaf. Besser für den Rücken sind Taschenfederkernmatratzen mit Gel-Einlagen. Untersuchungen am Zentrum für Gesundheit in Köln haben gezeigt, dass sich die Wirbelsäule auf ihnen besonders schnell auf ihre maximale Länge ausdehnen kann. Das beugt nicht nur Rückenschmerzen vor. Der Schlaf wird auch insgesamt als erholsamer empfunden.

Härtegrad
Viele Matratzen werden in drei unterschiedlichen Härten angeboten. Es gilt die Faustregel: Bis 60 Kilo ist Härtegrad 1 geeignet, darüber Grad 2, ab 80 Kilo Grad 3. Matratzen mit mehreren Zonen haben unterschiedliche Härtegrade. Für kleine oder sehr große Personen sind sie selten optimal. Menschen mit Rückenproblemen wurde lange Zeit geraten, auf harten Matratzen zu schlafen. Doch in den letzten Jahren haben mehrere europäische Studien gezeigt, dass sie auf diesen Modellen meist sogar stärkere Beschwerden haben als auf weicheren. Deshalb: Vertrauen Sie beim Matratzen-Kauf auch auf Ihr Rücken-Gefühl!

Eine Gute Matratze ist nicht gerade günstig. Daher denken Sie beim Kauf gleich an eine Matratzenauflage. So schonen Sie Ihre neue Matratze.


Schlagwörter: gesundheit, ratgeber, schlaf
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© Eva Hübbe
Quelle: Vital, Ausgabe 01/2009