Seite 4 aus dem Artikel: Gefahren in der ästhetischen Chirurgie
Gefährliche Trends


Vorsicht vor diesen TRENDS!
 
IM DUTZEND BILLIGER
Nach einer Nasenkorrektur gibt’s Botox-Spritzen zum Dumpingpreis, nach einem Facelift das Fettabsaugen mit Sonderrabatt. Unseriöse plastische Chirurgen ködern ihre Patienten mit einem Bonussystem von bis zu 10 Prozent Preisnachlass. Und begeben sich damit auf wettbewerbswidriges Terrain. Denn durch den OP-Rabatt, so das Urteil des Landgerichts Frankfurt, „würden Verbraucher in unsachlicher Weise zu einer Behandlung oder Operation veranlasst“.

SCHNÄPPCHENSCHNITTE IM AUSLAND
Beliebter denn je: Beauty- Tourismus. Doch die Reise ins vermeintliche „OP-Sparadies“ kann den Patienten buchstäblich teuer zu stehen kommen: Durch Beratungshonorare, Vermittlungsgebühren und Reisekosten wird die scheinbar so günstige Auslands-OP schnell teurer als bei einem deutschen plastischen Chirurgen. Und: Treten zu Hause Komplikationen auf, muss der deutsche Arzt die Ursache der Kasse melden. Die verweigert dann die Kostenübernahme.

MIT DEM BEAUTY-DOC AUF GROSSER FAHRT
Der neueste Trend bei Reiseveranstaltern: ein Kreuzfahrt- Traumurlaub mit minimalinvasiven Schönheits-OPs „all inclusive“. An Bord unterspritzt der plastische Chirurg z. B. Falten oder injiziert Botox. Gebucht werden können auch ästhetische Zahnbehandlungen, wie Bleeching. Andere Reiseanbieter planen sogar große OPs wie Facelifts auf hoher See.    


Schlagwörter: medizin, schoenheit
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© Susanne Schütte
Quelle: Vital, Ausgabe 06/2009