Seite 3 aus dem Artikel: Klimaschutz durch Ernährung
Transportwege und Fertigprodukte

Transportwege und Fertigprodukte

Fliegende Erdbeeren schädigen das Klima 

Ebenso wichtig sind die Transportwege der Lebensmittel, die Verarbeitung und Verpackung. Wer im Winter Erdbeeren kauft, muss wissen, dass er damit unterstützt, dass das Klima mit Kohlendioxid belastet wird, das beim Einfliegen entsteht. Verbraucher, die regionale und saisonale Ware bevorzugen, werden kaum Flug-Ware in ihrem Einkaufskorb haben. Ökologisch unsinnig sind aber auch Bio-Äpfel aus Israel oder Milch und Jogurt aus Bayern in den Supermarktregalen in Schleswig-Holstein. Und kaum einem Verbraucher ist bewusst, dass ein konventioneller Salatkopf aus dem beheizten Treibhaus 30-mal so viel CO2 verursacht wie einer aus dem Freiland.

Fertigprodukte fördern  den Treibhauseffekt 

Ob Pommes oder Fertig-Püree – jedes verarbeitete Nahrungsmittel hat einen höheren Anteil am Treibhauseffekt als frische Eier oder pures Obst und Gemüse vom Feld. In der Studie  „Ernährungswende“ des Öko-Instituts heißt es: Besonders deutlich wird dies bei tiefgekühlten Pommes frites und Kartoffeltrockenprodukten wie Püree oder Klößen. Die Entwässerung der Frischprodukte bzw. die Tiefkühlung verbraucht zusätzliche Energie. Fazit: Wir können essen, genießen – und schützen dabei das Klima. In jedem Fall sollten wir unsere Essensgewohnheiten mal unter die Lupe nehmen, weil es darauf ankommt, was und vor allem wie oft wir es essen. „Mit einem klimaoptimierten Ernährungsstil lassen sich Treibhausgase hier um mehr als die Hälfte verringern“, sagt Dr. Karl von Koerber vom Münchner Beratungsbüro für Ernährungs-Ökologie. Ich mache es ab jetzt wie meine Freundin. Damit ich mit meinem „CO2-Fußabdruck“ in puncto Ernährung noch klimafreundlicher dastehe. 

Was geht da eigentlich in die Luft?

CO2 (Kohlendioxid) ist neben Sauerstoff das wichtigste Gas auf der Erde. Pflanzen benötigen es zur Fotosynthese. Es bildet in der Atmospäre eine Art Schutzschicht. Zu viel führt zur Erwärmung der Erde. Methan ist ein farb- und geruchloses Gas. Wiederkäuer wie Rinder oder Schafe stoßen es aus. Es entsteht während des Verdauens im Magen. Zu hohe Methankonzentrationen fördern den Treibhauseffekt. 


 


Schlagwörter: bio, ernaehrung, umwelt
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Quelle: Vital, Ausgabe 03/2009

Autor: Imme Bohn