Autor: Dorothea Palte
Erkältung
Das Phänomen "Sommergrippe"
Wenn wir es am wenigsten erwarten, erwischt uns die Sommergrippe. Plötzlich – und oft ziemlich heimtückisch.
Die Erreger der Sommergrippe sind jetzt wieder unterwegs. Obwohl sie fast die gleichen Symptome wie die Keime eines normalen grippalen Infekts verursachen, haben sie mit ihnen nichts gemeinsam. „Ihre Verursacher sind nämlich meist Enteroviren wie der Coxsackie-Virus“, erklärt Privatdozent Dr. Eckard Schreier, Leiter des Fachgebiets Molekulare Epidemiologie viraler Erreger vom Robert-Koch-Institut in Berlin. Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen ihre Ausbreitung, aber auch der intensivere Kontakt der Menschen untereinander in Schwimmbädern oder im Urlaubsflieger. Hier fünf ganz erstaunliche News über die sommerlichen Grippe-Erreger.
Die Ansteckung erfolgt meist über Augen und Ohren
Die lästigen Störenfriede werden zwar auch per Tröpfcheninfektion mit bis zu 900 Stundenkilometern von Mensch zu Mensch weitergehustet oder schweben Stunden als Mikroperlen in der Luft. Vor allem aber verbreiten sich Enteroviren von den Händen in die Augenschleimhaut. Oder von den Fingern in den feuchten Gehörgang. Also, sooft es geht, Hände waschen.
Jeder fünfte Urlauber liegt mit einer Sommergrippe im Bett
Von neun Tagen Urlaub verbringen 21 Prozent der 64,8 Millionen deutschen Reisenden vier bis fünf Tage mit Fieber im Bett, statt cool am Pool zu liegen. Durch Buchungsstress, Klima-Umstellung und ungewohnte Kost schüttet der Körper mehr vom Immunfeind Kortison aus. Und die Anreise im klimatisierten Jet oder Auto trocknet die Schleimhäute aus: Sie verlieren ihre Schutzfunktion. Dazu kommen die Erreger im Urlaubsland – nicht schlimmer als die heimischen, aber unbekannt für das Immunsystem.
Quelle: Vital, Ausgabe 08/2009







