Duft-Anekdoten
Auch die Optik zählt
Über eins müssen Sie sich aber im Klaren sein: Je älter das gesuchte Parfüm ist, desto größer ist auch die Gefahr, dass es selbst in ungeöffnetem Zustand seinen ursprünglichen Duft verändert hat. Das muss der Begeisterung aber keinen Abbruch tun. Duftdetektivin Annette Lueer: „Ich erinnere mich an einen Fall, als ein Sohn seinen Eltern zum Hochzeitstag den Duft ,Soir de Paris’ von Bourjois schenken wollte, mit dem der Vater um die Hand der Mutter angehalten hatte. Ich trieb tatsächlich ein Fläschchen auf, das allerdings nicht mehr frisch war. Das machte aber nichts, denn die Mutter gestand, den Duft an sich nie gemocht zu haben – bloß den Flakon! So wurde das Geschenk doch noch der Volltreffer des Tages.“
Beharrlichkeit siegt!
Manchmal lohnt es sich auch, beim Hersteller selbst „Vermisstenanzeige“ zu erstatten. Wie im Fall des Parfüms „Climat“ von Lancôme, das 1967 auf den Markt kam und wegen seiner frühlingshaften Narzissennote sehr beliebt war. „Viele Kundinnen denken, dass es ,Climat‘ schon lange nicht mehr zu kaufen gibt – dabei wurde die Produktion nie ganz eingestellt“, sagt Felizia Stroh, Pressereferentin bei Lancôme. „,Climat’ wird jedoch nur in ausgewählten Parfümerien angeboten und ist deshalb immer schnell vergriffen. Wegen der großen Nachfrage wird dieser Duft ab Juli aber wieder in kleinem Rahmen erhältlich sein.“
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Kerstin Brockmann
Quelle: Vital, Ausgabe 04/2009





