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Tierhaarallergie Das richtige Haustier für Allergiker

Als Allergiker ist das Halten eines Haustieres oft problematisch, da die Haare der Tiere allergische Reaktionen auslösen können. Doch es gibt einige Haustiere, mit denen Sie auch als Allergiker ohne Bedenken zusammen leben können.
Frau kuschelt mit Hund

Früher gab es den Spruch „Dreck macht Speck!“ Gemeint war damit, dass das Spielen im Freien und damit auch der Kontakt zu Bakterien das Immunsystem stärkt, weshalb man aufgrund einer weltweiten Studie seit 1998 weiß, dass Kinder vom Land wesentlich seltener Tierallergien und später Asthma haben als Stadtkinder, die relativ „keimfrei“ aufwachsen und eher wenig Kontakt zu Tieren haben.  

 

Warum Katzen häufig Allergie-Auslöser sind

Manche Menschen, deren Immunsystem heftig reagiert, sobald eine Katze in der Nähe erscheint, entwickeln deutliche Allergie-Symptome. Gesichert weiß man, dass Kinder, die sehr früh Überreaktionen auf Katzenhaare entwickeln, ein erhöhtes Risiko haben, später an Asthma zu erkranken. Katzen gehören – neben Ratten und Mäusen - zu den Tieren mit dem höchsten Risiko, Allergien auszulösen. 

Warum aber führen gerade Katzen für manche Menschen zu einer allergischen Belastung? Bei ihnen sorgt das Putzverhalten für die Verbreitung von Allergenen. Was zunächst für die Katze selbst Sauberkeit bedeutet, bringt kleinste Schuppen auf die Außenseite des Fells und aus dem Fell in die Umgebungsluft. Im Fell selbst kleben Speichelproteine. Diese Eiweißmoleküle werden an den Hausstaub gebunden und können für Monate in der Wohnung bleiben. Es sind also nicht einfach die Haare selbst, die ein Allergie-Risiko beinhalten, sondern Speichel, Körpersekrete und Hautschuppen.

Außer Katzen sind Meerschweinchen, Goldhamster, Pferde und Kühe häufig Allergieauslöser. Je häufiger nun der Kontakt mit Allergenen stattfindet, desto schlimmer wird die Allergie. Aus einer Allergie können massive gesundheitliche Beschwerden bis hin zum Asthma entstehen.  Aber auch Allergiker müssen nicht grundsätzlich auf Katzen als Haustiere verzichten. Es kommt auf die richtige Wahl der Katzenrasse an. 

 

Katzen für Tierallergiker  

Doch keine Angst, Katzenliebhaber können durchaus mit einem ihrer geliebten Tiere leben, ohne dass eine Allergie auftritt. Einige Katzenrassen lösen nämlich seltener Allergien aus, sind also hypoallergen. Man hat herausgefunden, dass sibirische Langghaarkatzen, orientalische Kurzhaarkatzen, Balinesen, Javanesen und Rex-Arten sowie die Nacktkatzen, Sphynx genannt, allergikerfreundlich sind. Rex-Katzen sind beispielsweise Cornish Rex, Devon Rex, German Rex. Nacktkatzen sind sehr gut für Katzenliebhaber geeignet, die besonders allergisch auf das Katzenfell reagieren.    

 

Hunde: Kurzhaar-Sorten und spezielle Rassen für empfindliche Menschen

Wer dagegen Hunde liebt, kann sich freuen, denn diese stellen nur ein mäßiges Allergie-Risiko dar. Mittlerweile werden sogenannte allergenfreie Hunde angeboten. Kreuzungen mit Pudeln sollen solche Tiere sein oder auch Tibet-Terrier. Hunderassen mit kurzem Haar oder solche, die wenig Haare verlieren, stellen ein wesentlich geringeres Allergie-Risiko dar als Langhaartiere. In der Regel sind es die Hautschuppen an den Haaren, die sich beispielsweise in einer Wohnung verbreiten und dann durch ihre Eiweißmoleküle eine allergische Reaktion provozieren können. Ebenso können Stoffe, die sich im Kot, Urin und im Speichel befinden, bei manchen Menschen allergiefördernd wirken. Diese Stoffe haften am Fell der Hunde. Beim Fellwechsel finden sich an vielen Stellen in der Wohnung Hundehaare. Es ist daher bei allen Tieren, die im Haushalt mit uns Menschen leben, sinnvoll, auf Teppichböden zu verzichten, denn auf  diesen verteilen sich Allergene sehr leicht und vor allen Dingen dauerhaft. Sie sollten als Tierliebhaber stattdessen Laminat bevorzugen. Auf Sauberkeit sollte gerade bei der Tierhaltung in Haus oder Wohnung geachtet werden. Zudem sollten die Tiere nicht mit ins Schlafzimmer genommen werden.  

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