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Haut Hautirritationen durch Kleidung vermeiden

Wenn Ihre Haut gereizt reagiert, hängt die Ursache vielleicht im Schrank. Unser kleiner Leitfaden für Kleidung erklärt, wie Sie Irritationen vermeiden.
Kleidung

Richtig einkaufen

10 Kilo neue Kleidung kauft jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. 90 Prozent dieser Textilien werden im Ausland hergestellt, größtenteils in Billiglohnländern wie Bangladesch. Dort gelten in Sachen Chemikalien andere Standards bei der Herstellung. Weil von den 7000 Textilhilfsstoffen, die die Industrie kennt, viele als Rückstände in der Kleidung bleiben, reizen oft gerade neue, noch ungewaschene Textilien die Haut.

Verlassen Sie sich auf Ihre Nase:
Riecht ein neuer Pullover nach Chemie, enthält er vermutlich viele Textil-Zusatzstoffe. Auch wenn Shopping-Königinnen das nicht gern hören: Empfindliche Haut verträgt häufiger getragene und gewaschene Kleidung besser als neue, deshalb seien Sie wählerisch.
Und wenn Sie zuschlagen: das Etikett beachten. Skeptisch sollten Sie sein, wenn das Kleidungsstück separat gewaschen werden soll – dies kann auf leicht lösbare Farbstoffe hindeuten. Auch knitterfreie, pflegeleichte oder schmutzabweisende Ware ist häufig stark belastet.

 

Naturfasern

Gut verträglich sind in der Regel Materialien wie Baumwolle, Leinen und Hanf sowie Seide, Kaschmir, Alpaka, Angora und Merino, alle möglichst naturbelassen. Ausnahme: Wolle von Schafen – auf die reagieren viele Menschen empfindlich. Das liegt an den rauen Fasern dieser Wollart.

Baumwolle: Herkunft beachten

Die reine Naturfaser hat viele positive Eigenschaften: atmungsaktiv, strapazierfähig, meist angenehm zu tragen und dank erlaubter hoher Waschtemperaturen auch hygienisch. Deshalb wird Baumwolle oft als besonders hautfreundlich klassifiziert.
Aber es gibt Unterschiede: In manchen Anbauländern werden schon die Pflanzen mit Spritzmitteln behandelt. Als qualitativ hochwertig gilt die Baumwolle aus Amerika (Gütesiegel: Cotton USA). Sie wird in den Vereinigten Staaten als Lebensmittel eingestuft und unterliegt daher strengen gesetzlichen Auflagen und Kontrollen.

 

Waschen, waschen, waschen

Vor dem ersten Tragen ein neues Kleidungsstück dreimal waschen – bei der zugelassenen Höchsttemperatur. So gelangen vorhandene Chemikalien nicht auf die Haut, sondern ins Abwasser. Danach einen Klarspülgang einlegen, um Rückstände aus dem Waschmittel loszuwerden. Das empfiehlt sich übrigens grundsätzlich. Und: Entfernen Sie die Etiketten im Nackenbereich – auch sie reizen sehr oft die Haut.

 

Weiße Unterwäsche

Kleidung, die direkt auf der Haut getragen wird, sollte möglichst weiß oder pastellfarben sein. In den hellen Tönen verbergen sich weniger Farbreste, die eine Unverträglichkeit auslösen könnten. Gerade die zugesetzten Farb-

Jeans an Leine

Bevorzugen Sie helle Stoffe bei Jeans und anderen Kleidungsstücken, wenn Sie eine sensible Haut haben.

und Veredelungsstoffe reizen die Haut am häufigsten. Immer öfter lösen Textilfarben auch Kontaktallergien aus. Die Unterwäsche-Regel gilt auch für Jeans: helle, blaue verträgt die Haut besser als sehr dunkle oder andersfarbige Modelle. Vor allem synthetische Fasern werden antimikrobiell behandelt, um das Wachstum von Bakterien und Pilzen zu unterdrücken. Gut gegen Schweißgeruch, schlecht für Allergiker.

 

Weite Kleidung

Allergische Hautreaktionen entstehen meist dort, wo die Kleidung eng aufliegt – etwa am Kragen, an den Armbeugen, dem Gesäß oder den Kniekehlen. Verstärkt wird die Reaktion, wenn der Stoff auf der Haut reibt. Auch Schwitzen kann die Unverträglichkeit begünstigen. Ist heißes Wetter angekündigt, zum Vorbeugen oder Abheilen etwaiger Reizungen weite Kleidung bevorzugen, die locker sitzt und nicht zu warm ist. Auch beim Sport darauf achten, dass nichts kneift.

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