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Allergieauslöser im Haushalt Milbenallergie

Eine Allergie gegen Hausstaubmilben kann für Betroffene zu einer echten Qual werden. Die Symptome können ganzjährig auftreten und es ist schwer, den Allergieauslöser, die Milbe, vollständig aus dem eigenen Umfeld zu vertreiben.
Frau inhaliert

Allergien gehören zu den lästigen Nebenerscheinungen der heutigen Zeit. Scheinbar jeder Mensch reagiert auf den einen oder anderen Stoff, leidet unter einer Lebensmittelallergie oder niest sich im Frühjahr, dank Heuschnupfen, die Seele aus dem Leib.     

Eine besonders verbreitete Allergie, die beim Betroffenen als sehr anstrengend und lästig empfunden wird, ist die Milbenallergie. Auf den ersten Blick kann man sich nicht viel darunter vorstellen. Aber hiermit ist die Allergie auf die Hausstaubmilbe oder vielmehr auf bestimmte Eiweißstoffe in deren Kot gemeint. Umgangssprachlich wird diese Allergie auch oft fälschlich als Hausstauballergie bezeichnet.

 

So beugen Sie einer Milbenallergie vor

Zur Vorbeugung sollten die Reize so gering wie möglich gehalten werden. Da der Körper in der eigenen Wohnung theoretisch überall mit den kleinen Spinnentierchen in Kontakt kommen kann, empfiehlt es sich, den Milben das Leben so schwer wie nur irgend möglich zu machen.       

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Der Aufenthaltsort, an dem die Milben am häufigsten zu finden sind, ist das eigene Bett. Daher kann der Kontakt, der über Nacht bei weniger aktivem Immunsystem stattfindet, schon dadurch eingegrenzt werden, indem man spezielle Schutzbezüge verwendet. Das so genannte Encasing Verfahren lässt den Kontakt mit den vor allem auf den Matratzen heimischen Milben nicht mehr zu. Diese Schutzbezüge werden in der Regel auch von den Krankenkassen bezahlt. Trotzdem muss dieser Matratzenbezug regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen gewaschen werden, da sich sonst die Milben auf der Matratze einnisten. Solche Bezüge werden auch für Bettdecke und Kissen angeboten, jedoch mindern sie den Schlafkomfort. Es handelt sich auch hier nur um Unterbezüge, das heißt, Matratze und Kissen werden doppelt bezogen und dadurch erheblich schwerer.         

Alternativ lässt sich die Belastung auch durch die Verwendung von synthetischen Materialien bei der Bettwäsche verringern. Diese sollten Sie ebenfalls regelmäßig waschen. Wenn Sie in hochwertige Daunenkissen oder Decken investieren, so können Sie damit die Belastung ebenfalls senken, da diese meist so fein verarbeitet sind, dass sie keinen Eingang für Milben bieten.  
Zusätzlich bringt die Regulierung der Raumtemperatur eine erhebliche Verbesserung. Da es Milben warm und feucht lieben, um eine optimale Entwicklung und ihre Fortpflanzung zu ermöglichen, kann man ihnen schon damit zu Leibe rücken, indem man die Raumtemperatur unter 20 Grad Celsius hält. Ein regelmäßiges Lüften zum Austausch der Raumluft dämmt die Entwicklung der Tiere meist mehr ein als teure Präparate. Regelmäßiges Saugen oder Wischen des Schlafzimmerfußbodens und das Entfernen von Staubfängern gehören ebenfalls zu den Vorbeugungsmaßnahmen.

 

Symptome und Diagnose

Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie sind mit denen des klassischen Heuschnupfens zu vergleichen. Die oberen Atemwege sind dabei stark belastet. Die Nase ist in der Regel verstopft, man muss ständig niesen. Gleichzeitig reagieren auch die Augen, indem sie jucken, tränen und meist auffällig gerötet sind. Sind Sie bereits längere Zeit betroffen, können auch die unteren Atemwege mit betroffen sein. Dann fällt das Atmen schwer, man hustet ständig oder atmet mit auffälligen Pfeifgeräuschen.

Der Hausarzt wird bei Anzeichen für eine allergische Reaktion an einen HNO Arzt oder einen Allergologen verweisen. Meist beginnt die Diagnose mit einer Eingrenzung des Allergens über die Krankengeschichte. Der erfahrene Arzt kann bereits durch die ersten Fragen, wann z.B. die Beschwerden bevorzugt auftreten, eine Richtung einschlagen. Das Ausmaß der Beschwerden wird durch klassische Untersuchungen eingeschätzt. Liegt der Verdacht auf Hausstaubmilbenallergie vor, kann der Arzt diesen auf verschiedene Arten bestätigen.     

Der häufigste Test im Bereich der Allergologie ist der so genannten Prick Test. Der Name stammt vom englischen Begriff für Piken. Der Arzt konfrontiert dabei das Immunsystem mit verschiedenen Allergenen. Diese werden meist auf dem Unterarm aufgetragen. Hierbei können mehrere Allergien gleichzeitig getestet werden. Nach dem Auftragen sticht der Arzt mit einer Nadel oder Pinzette unter die Haut, wodurch das Allergen eindringen kann. Nach wenigen Minuten sind dann die entsprechenden Reaktionen (Rötungen oder Quaddeln) sichtbar.    

Ein verwandter Test ist die Blutuntersuchung. Wird der Körper mit den Allergenen konfrontiert, lässt sich das auch anhand der im Körper gebildeten Antikörper, der so genannten Immunglobuline, nachweisen.  

Ein weiterer Test ist der so genannte nasale Provokationstest. Wie der Name schon sagt, werden die Nasenschleimhäute dabei mit den Allergenen konfrontiert, um die Reaktion zu beobachten.        

 

Mögliche Therapien einer Hausstaubmilbenallergie

Grundsätzlich werden Therapien gegen die Milbenallergie nur dann angestrebt oder empfohlen, wenn der Patient neben der Überempfindlichkeit auch echte Beschwerden hat. Kann man über die genannten

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Vorbeugungsmaßnahmen keine Verbesserung erzielen, sollte eine so genannte Hyposensibilisierung angestrebt werden.   
Hierbei werden dem Patienten die Allergene in unschädlichen Dosen verabreicht, was langfristig dazu führt, dass der Körper sich daran gewöhnt. Man unterscheidet mehrere Formen der Behandlung. Meist wird das Allergen subkutan gespritzt. Es sind aber auch Therapien bekannt, in denen der Patient das Allergen in Tabletten oder in Form einer Tropfenlösung zu sich nimmt.

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