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Schutz für empfindliche Haut Sonnenallergie: So beugt Ihr vor

Im Sommerurlaub den ganzen Tag in der Sonne liegen und relaxen — ein Traum. Doch nicht jeder kann das Sonnenbad so unbeschwert genießen. Immer mehr Menschen leiden an einer Sonnenallergie, die unangenehme Reaktionen auf der Haut zur Folge hat.
Sonnenallergie

Der Begriff Sonnenallergie bezeichnet eine Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen und Reaktionen auf das Sonnenlicht. Da diese Erkrankungen alle den gleichen Ursprung haben, verallgemeinert der Volksmund hier. Als Ursache gilt ein Versagen des natürlichen Schutzmechanismus gegenüber dem UV-Licht mit den daraus resultierenden unterschiedlichen Symptomen. Es handelt sich also um keine Allergie im herkömmlichen Sinne. Die Bildung des Hautpigments Melanin, welches den Körper unter Sonneneinstrahlung braun werden lässt, ist bei dieser Krankheit eingeschränkt.

Bei Sonnenallergie richtig vorbeugen

Die Vorbeugungsmaßnahmen sind mit denen vergleichbar, die man vor dem Sonnenbad sowieso durchführt. Als Sonnenallergie-Patient sollten sie aber unbedingt peinlichst darauf achten, dass sie ihre Haut ausreichend vor den Folgen der Sonneneinstrahlung schützen. Das heißt: Eincremen, Eincremen, Eincremen! Die verwendete Sonnencreme sollte frei von Farb- und Konservierungsstoffen sein und mindestens einen Lichtschutzfaktor 30 aufweisen. Regelmäßiges Nachcremen ist ebenso wichtig. Sie sollten auf zu luftige Kleidung verzichten und die extreme Sonne in den Mittagsstunden unbedingt meiden. Obwohl Fenster UV-Licht in der Regel bereits ausreichend filtern, können sie zusätzlich eine entsprechende Schutzfolie aufkleben. Außerdem können sie ihren Körper auch von innen stärken. Wie viele andere Erkrankungen ist auch die Sonnenallergie auf die so genannten freien Radikale zurückzuführen. Daher können sie mit Lebensmittteln, die reich an Antioxidantien sind viel zur Bekämpfung beitragen. Wenn sie bei der Ernährung auf eine ausreichende Versorgung mit Calcium, Omega- 3- Fettsäuren, Folsäure und Vitamin E achten, unterstützen sie damit den Heilungsprozess, wenn Sie doch einmal zu viel in der Sonne waren oder beugen allergischen Reaktionen gut vor. Eine zusätzliche Einnahme von Beta - Carotin ist ebenfalls sinnvoll.

Symptome einer Sonnenallergie erkennen

Die häufigste Form der Sonnenallergie ist die Polymorphe Lichtdermatose. Dabei sind vor allem bei jungen Frauen nur die Körperteile betroffen, die den Großteil des Jahres über bekleidet und daher nicht an die Sonne gewöhnt sind. Die Symptome und betroffenen Hautpartien sind aber von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, also polymorph. Eine typische Reaktion bei der Sonnenallergie ist die Phototoxische Reaktion. Hierbei kommt es unter

Sonneneinstrahlung zu einem sehr starken Sonnenbrand mit Juckreiz, starken Schmerzen und Verfärbungen der Haut. Ursache sind so genannte Lichtsensibilatoren, körpereigene oder körperfremde Stoffe, die die Haut sensibler gegen das Sonnenlicht machen.
Ein weiteres mögliches Symptom ist die Photoallergische Reaktion. Dieses Symptom tritt vergleichsweise selten auf. Hierbei handelt es sich um eine echte allergische Reaktion auf das Sonnenlicht. Der Körper bildet Antikörper auf bestimmte Medikamente oder Pflegeprodukte. Beim nächsten Gebrauch kommt es dann unter Sonneneinfluss zu einer echten allergischen Reaktion.
Die Lichturtikaria ist eine abnorme Reaktion der Haut auf die Sonneneinstrahlung. Bereits nach wenigen Minuten sind die betroffenen Hautpartien von juckenden Quaddeln überzogen. Dieser Form der Sonnenallergie lässt sich mit Sonnencreme nicht eindämmen, da die Reaktion nicht durch die UV-Belastung ausgelöst wird. Hier hilft nur Vermeidung von Sonnenlicht. In vielen Fällen treten die allergischen Reaktionen dann auf, wenn die Haut längere Zeit keinen Kontakt mit dem Sonnenlicht hatte. Die Symptome reichen von Juckreiz über Hautrötungen bis zu Blasenbildung oder Anschwellen der Haut. Diese Symptome treten bei jeder Form unterschiedlich stark auf und variieren auch von Patient zu Patient.

Hausmittel und Medikamente bei Sonnenallergie

Die Reaktionen der Haut lassen sich in der Regel mit einfachen Hausmitteln und in schlimmeren Fällen auch mit Allergiemedikamenten gut behandeln. Sonnenbrand und gereizte Haut mit Rötungen, Quaddeln und Schwellungen können Sie zum Beispiel mit Milchprodukten behandeln. Quark, Joghurt oder Buttermilch haben einen kühlenden Effekt auf die betroffenen Hautpartien. Die Gefäße in der Haut ziehen sich dadurch zusammen und die Schwellungen können leichter abklingen. Gleichzeitig wird die beanspruchte Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgt, was wiederum die Regeneration positiv beeinflusst. Alternativ und besonders in akuten Fällen kann eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Wie bei klassischen Allergien auch wird mit Hilfe von so genannten Antihistaminika die direkte allergische Reaktion bekämpft. Wenn sie also die Medikamente einnehmen oder als Salbe auf die betroffenen Stellen auftragen, können sie eine Linderung des Juckreizes erwarten. In besonders schlimmen Fällen kann der Arzt auch kortisonhaltige Medikamente verschreiben. Tritt die Allergie immer wieder auf und ist eine Verschlechterung zu erkennen, kann die Behandlung zusätzlich durch eine Lichttherapie intensiviert werden. Dabei wird der Körper in den lichtärmeren Monaten bereits an die zu erwartende Sonneneinstrahlung gewöhnt. Durch gesteigerte Dosen von UV – Licht wird der Körper sozusagen trainiert. Ähnlich wie die Abhärtung gegenüber Erkältungskrankheiten. Diese Therapie muss aber unbedingt unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

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