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Allergien Das große Allergie-ABC zum Nachschlagen

Jeder Dritte reagiert allergisch auf bestimmte Stoffe – Tendenz steigend. Und nicht nur die Anzahl der Betroffenen, sondern auch die Bezeichnungen für verschiedene Allergieformen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten werden teilweise immer kryptischer. Das VITAL-Allergie-ABC klärt die wichtigsten Begriffe.
Das Vital-Allergie-ABC

Allergen

Prinzipiell kann jeder natürliche oder chemische Stoff eine allergische Reaktion hervorrufen. Die Stoffe, bei denen das passiert, bezeichnet man als Allergene. Sie lösen eine übertriebene Abwehrantwort des Immunsystems gegenüber dem an sich harmlosen Stoff aus. Bei den natürlichen Allergenen handelt es sich nahezu immer um Eiweiße.
 

Allergiepass

Eine allergische Reaktion gegen Insektenstiche oder eine Medikamenten-Allergie kann schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein. Betroffene sollten einen Allergieausweis bei sich tragen, damit im Notfall sofort richtig reagiert werden kann. Formulare erhalten Sie beim Hautarzt, Allergologen oder im Internet (z.B. über den Patienten-Service der PVS).
 

Asthma 

Die Anfälle bei dieser chronischen Entzündung der Atemwege können durch unspezifische (endogenes Asthma) oder allergische Reize (extrinsisches Asthma) ausgelöst werden. Häufig tritt auch eine Mischform auf. Beim allergischen Asthma bestehen meist vorher oder gleichzeitig weitere allergische Erkrankungen, etwa Neurodermitis oder Heuschnupfen.
 

Birke

Die Pollen dieses Baumes bergen ein sehr hohes Allergiepotenzial. Um ihnen und anderen Pollen bestmöglich aus dem Weg gehen zu können, oder sich mit Medikamenten einzudecken, können sich Heuschnupf-Geplagte im Internet informieren, wann und wo gerade viel in der Luft liegt (z.B. www.allergie.hexal.de/pollenflug/vorhersage).
 

Blutbild

Für eine genauere Diagnose kann der Arzt das Blut auf eine Überempfindlichkeit des Immunsystems untersuchen. Finden sich dort erhöhte Werte an Immunglobulin E (IgE), zeigt das eine allergische Sofortreaktion an.
 

Cortison

Der schlechte Ruf des hochwirksamen Entzündungshemmers geht auf die Zeit zurück, als er zu sorglos eingesetzt wurde. Heute wissen wir, dass bei kurzer, gezielter Anwendung keine der gefürchteten Nebenwirkungen auftritt. Als Notfallmedikament bei einem allergischen Extremfall, dem anaphylaktischen Schock, rettet Cortison Leben.
 

Desensibilisierung 

Ein anderer Begriff lautet Hyposensibilisie­rung. Bei dieser spezifi­schen Immuntherapie soll sich das Abwehr­system allmählich an den allergieauslösenden Stoff gewöhnen. Über drei Jahre spritzt der Arzt monatlich ein Ex­trakt des Allergens und steigert dabei die Dosis. Die Kosten trägt die Krankenkasse. Mit der Zeit fallen die extre­men Abwehrreaktionen immer schwächer aus. Die Behandlung kann einen Etagenwechsel (siehe nächster Punkt) verhindern.
 

Etagenwechsel

Wenn sich eine Allergie verschlimmert und beispielsweise zum Heuschnupfen auch noch ein allergisches Asthma hinzukommt, hat sich die Erkrankung auf andere „Etagen“ des Körpers ausgeweitet. In diesem Fall ist sie von der Nase heruntergewandert in die Bronchien. Deshalb sollten Betroffene die Erkrankung ernst nehmen und entsprechende Maßnahmen ergreifen: die Auslöser konsequent meiden oder beim Arzt eine Desensibilisierung (siehe vorheriger Punkt) beginnen.
 

Feinstaub

Die ultrafeinen Partikel in der Luft verstärken die durch Pollen ausgelösten allergi­schen Reaktionen. Das haben Wissenschaftler des Allergiezentrums an der Charité in Berlin herausge­funden. Zu den Hauptverursachern für Feinstaub zählen Emissionen aus Kraftwerken, Heizungen und dem Straßenverkehr, hier vor allem von Dieselmotoren.
Zöliakie

Weitere Informationen zum Thema Zöliakie finden Sie auf der Seite der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V.

 

Gluten

Die Getreidesorten Weizen, Dinkel, Rogge, Gerste und Hafer enthalten dieses sogenannte "Klebereiweiß". Nur etwa 0,5 Prozent der Menschen hierzulande leiden an der Autoimmunkrankheit Zöliakie, einer Erkrankung des Dünndarms, die auf einer Unverträglichkeit dieses Stoffes beruht. Sie führt zu Entzündungen der Darmschleimhaut und einer verringerten Nähr­stoffaufnahme. Um eine klassische Allergie han­delt es sich also nicht.
 

Gräser

Etwa von April bis August lassen die blühenden Wiesengrä­ser ihre hochallergenen Pollen durch die Lüfte wehen: Heuschnupfen­zeit! Um die Pollenbelas­tung zu reduzieren, sollten Betroffene nur frühmorgens und spät­ abends

Hier finden Sie Tipps, wie Sie auch als Allergiker in den Genuss von Äpfeln kommen können. 

lüften und vor dem Schlafengehen die Haare waschen. Häufig tritt bei Pollen­-Allergi­kern ein orales Allergie-Syndrom (OAS) auf: Nach dem Genuss von Kernobst, z. B. Äpfeln, verspüren sie ein pelzi­ges, juckendes Gefühl im Mund (Kreuzallergie).
 

Hausstaub

Der zu Staub zerfallene Kot der Hausstaubmilbe ist ein häufiger Auslöser für Allergien. Das minikleine Spinnentierchen tummelt sich gern im feuchtwarmen Klima unserer Betten. Hausstaub-Allergiker sollten das Bettzeug regelmäßig waschen oder gleich auf spezielle Allergiker-Wäsche umsteigen. Außerdem empfehlen wir, die Viecher am besten mit einem pflanzlichen Spray (z.B. "Milbopax Milbenspray") vertreiben.
 

Hautpflege

Typische Anzeichen einer Allergie auf der Haut: Rötungen und Juckreiz, sie wird trocken und rissig. Mit speziellen Cremes und Lotionen unterstützen Sie die natürliche Schutzfunktion der Haut, damit nicht noch mehr Allergene oder Keime eindringen können (z. B. „Eubos Omega 3-6-9 Hydro Activ“).
 

Immunsystem

Der Körper bildet Immunglobuline (IgE), um Allergene unschädlich zu machen. Allergiker produzieren zu viele dieser Antikörper. Das führt zur verstärkten Ausschüttung von Histamin und Serotonin, was Entzündungen im Gewebe auslöst. Die Folge: Juckreiz, Schwellungen, Ekzeme.
 

Inhalator

Sinnvoll bei allergischem Asthma; das Gerät vernebelt den heilenden Wirkstoff so fein, dass er beim Einatmen ganz tief in die Bronchien gelangt und diese wieder weiten kann.
 

Insektenstiche

Eine Allergie gegen Insektengift kann neben der schmerzenden Schwellung am Einstichpunkt Schüttelfrost, Erbrechen und einen Kreislaufkollaps auslösen. Expeten raten zur Desensibilisierung. Akut helfen Antihistaminika und Adrenalin-Sprays.
 

Juckreiz

Das Hauptsymptom einer Allergie. Wenn der Körper überreagiert, schüttet er vermehrt Histamin aus. Dieser Botenstoff löst den Juckreiz aus. Antihistaminika blockieren seine Rezeptoren, sodass die Wirkung ausbleibt oder nachlässt (z. B. in „Fenistil“). Da die Allergiker-Haut auch zu Trockenheit neigt, braucht sie außerdem immer eine reichhaltige Hautpflege.
 

Kontaktallergie

Diese Allergie zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Sie tritt ausschließlich an der Stelle auf, an der die Haut mit dem Auslöser in Berührung gekommen ist. Als Übeltäter kommen meist Metalle wie Nickel (z.B. in Modeschmuck) oder problematische Stoffe in Textilien oder Kosmetika infrage. Haben Sie einen Verdacht, kann der Arzt das Allergen identifizieren, damit sich der Kontakt künftig vermeiden lässt.
 

Kreuzallergie

Manchmal verwechselt das Immunsystem sich stark ähnelnde Allergene. Ist es beispielsweise auf Birkenpollen sensibilisiert, reagiert es dann ebenso während der Ahornblüte. Kreuzreaktionen treten aber nicht nur zwischen verschiedenen Pollen, sondern sehr häufig auch in Kombination mit dem Genuss be­ stimmter Lebensmittel auf, z. B. Haselnüsse, Sellerie, Stein­ und Kern­obst oder Tomaten.
 

Lebensmittel

Bei Gluten-Unverträglichkeit und Laktoseintoleranz handelt es sich nicht um Allergien. „Echte“ Lebensmittelallergien treten meist parallel zu Heuschnupfen auf (Kreuzallergie). Tipp: Manches Obst und Gemüse vertragen Allergiker sehr wohl – geschält oder gekocht. Sie brauchen also nicht komplett darauf zu verzichten.
 

Mallorca-Akne

Diese Sonderform der Sonnenallergie tritt auf, wenn UV-Strahlen auf der Haut mit Emulgatoren, Fetten und anderen Stoffen aus Sonnenpflegeprodukten reagieren und sich am Haarfollikel eine pustelige Entzündung entwickelt. Am besten, Sie verwenden als Sonnenschutz fett- und emulgatorfreie Gels oder Sprays.
 

Medikamenten-Allergie

Sie sollen uns gesund machen, doch manchmal reagiert der Körper auf bestimmte Arzneistoffe allergisch. Die häufigsten Auslöser sind Antibiotika, Schmerz- oder Narkosemittel. Kommt es zu Hautausschlägen, sollten Sie das Medikament sofort absetzen. Der Arzt muss dann ein neues finden, das Sie besser vertragen.
 

Müdigkeit

Antihistaminika schwächen die allergische Reaktion ab. Doch manche Präparate machen müde. Wirkstoffe der zweiten Generation (z.B. Cetirizin) rufen diese Nebenwirkung dank einer anderen chemischen Zusammensetzung nicht mehr hervor.
 

Nasenspray

Wegen der lästigen Schnupfensymp­tome liegt der Griff zum Nasenspray nahe. Achten Sie hierbei am besten auf Mittel ohne sedierende Wirkung (Müdigkeit). Nebenwirkungsfrei sind auch Präparate auf rein pflanzlicher Basis (z. B. „WELEDA Heuschnupfenspray“ mit Kochsalz und Auszügen aus Quitte und Zitrone).
 

Neurodermitis

Allergien gehören zu den Auslösern von Neurodermitis, einer chronischen Hauterkrankung, die schubweise verläuft. Auch genetische Faktoren, mechanische Reize und Belastungen der Psyche spielen eine Rolle. Neurodermitiker leiden unter extrem trockener Haut, in den Schüben bilden sich Ekzeme und starker Juckreiz. Daher kommt auch der Hautpflege eine große Bedeutung zu.
 

Nickel

Auch schon erlebt? Ihre schönen neuen Ohrringe lassen heiße, knallrote und juckende Ohr­läppchen zurück? Eine Nickelallergie (auch durch Brillengestelle, Knöpfe, Gürtelschnallen) gehört zu den häufigsten Kontaktallergien. Etwa jede zehn­te Frau kann davon ein Lied singen.
 

Ohne Zusatzstoffe

Konservierungsmittel, Farb- oder Duftstoffe – die Palette der Zusätze in unserer Nahrung („E-Nummern“ auf der Zutatenliste), in Kosmetikprodukten oder Reinigungsmitteln kann recht lang ausfallen. Bei besonders sensitiven Menschen, die schon an mehreren Allergien leiden, lösen diese Stoffe oft allergieähnliche Symptome aus. Wechseln Sie zu möglichst naturbelassenen Alternativen.
 

Pollen

Die weltweit häufigste Allergieform bezieht sich auf Blütenpollen. Die Symptome treten "nur" in der Pollenflugzeit der betreffenden Pflanze auf, z.B. Gräser oder Birke. Die wird aber immer länger: In milden Wintern beginnt der Pollenflug schon im Januar und kann bis in den Oktober andauern. Oft beschränkt sich die Allergie nicht nur auf einen einzigen Auslöser (Kreuzallergie).
 

Psyche

Eine Allergie stellt für Betroffene und Angehörige eine enorme seelische Belastung dar. Andererseits kommen auch ungelöste Konflikte als psychosomatische Auslöser etwa bei Neurodermitis in Betracht. Eine begleitende Therapie kann die Einstellung zur Krankheit verändern und Allergiesymptome verringern. Betroffene sollten Stress so gut es geht vermeiden oder bewusst abbauen.
 

Quincke-Ödem

Allergisch bedingte Erkrankungen der Haut mit juckenden, mückenstichartigen Quaddeln fallen unter den Begriff Nesselsucht (Urticaria). Läuft die allergische Reaktion in tieferen Hautschichten ab, kommt es zu starken Schwellungen, vorwiegend im Gesicht. Diese Quincke-Ödeme (Angioödeme) jucken nicht, können aber zu Atemnot führen, wenn sie an Zunge oder Rachen auftreten.
 

Reaktion

Fast jeder Zweite von uns ist auf gewisse Stoffe "sensibilisiert". Das heißt, diese Person trägt Antikörper in sich, die bei Kontakt mit dem betreffenden Allergen eine extreme Immunantwort auslösen. Bei der Typ-I-Reaktion (macht 90 Prozent aus) zeigen sich die Symptome fast sofort (z. B. Heuschnupfen). Eine verzögerte Reaktion innerhalb von 6–72 Stunden kennzeichnet die Kontaktallergie (Typ IV).
 

Reha

Unter gewissen Voraussetzungen, etwa wenn Sie bereits alle ambulanten Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft haben, können Sie mit Ihrem Arzt beim Versicherungsträger eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme beantragen. Ideal: Im Klima der Nordsee oder des Hochgebirges klingen Allergie-Symptome besonders gut ab.
 

Schwangerschaft

Nur die Veranlagung zu Allergien kann vererbt werden, nicht aber eine bestimmte Allergie. Das größte Risiko besteht, wenn Mutter und Vater unter der gleichen Allergie leiden. Dann liegt das Risiko des Babys, später ebenfalls eine Allergie zu entwickeln, bei 60 - 80 Prozent. Langes Stillen (mind. sechs Monate) und eine Immuntherapie (Desensibilisierung) können das verhindern. Sie darf, ohne Dosissteigerung, auch in der Schwangerschaft fortgeführt werden.
 

Spontanheilung

Es kommt tatsächlich vor, dass Allergien von allein wieder verschwinden. Häufig geschieht das im Kindesalter vor Eintritt in die Pubertät. Aber auch bei Erwachsenen besteht die Möglichkeit, dass die bekannten Auslöser plötzlich keine starken Symptome mehr hervorrufen. Über die Ursachen dafür grübeln Experten bis heute (siehe auch Punkt "XY Ungelöst").
 

Stress

Unter hoher körperlicher und emo­tionaler Belastung ver­stärken sich die Allergie­-Symptome. Das liegt vor allem daran, dass Stress die Nebennieren schä­digt. Sie können dann nicht mehr ausreichend Hormone wie Cortisol produzieren (körpereige­nes Cortison). Doch das braucht der Körper, um eine allergische Reaktion zu bremsen.
 

Tierhaare

Hund, Katze, Maus – Urlaub auf dem Bauernhof oder die Anschaffung eines Haustiers kommt nicht für jeden infrage. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung verspüren die typischen Symptome einer Tierhaarallergie, sobald sie sich einem Tier nähern. Dabei lösen nicht etwa die Haare bzw. das Fell die Beschwerden aus. Die problematischen Eiweißstrukturen stecken vielmehr in Speichel, Hautschuppen und im Urin der Tiere.
 

Trigger

Zu den Faktoren, die eine Allergie verstärken oder einen akuten Schub auslösen können (trigger = engl.: Anstoß), gehören neben Stress auch das Klima (z. B. kalte Luft oder extreme Hitze), mechanische Reize, Infekte, Tabakrauch oder Düfte. Betroffene sollten den Kontakt damit wie auch mit den eigentlichen Allergenen weitestgehend vermeiden.
 

Unverträglichkeit

Der Unterschied zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit liegt in der Beteili­gung des Immunsystems. Nur wenn ein Stoff eine über­schießende Reaktion der körpereigenen Abwehrkräfte auslöst, handelt es sich um eine Allergie im eigentlichen Sinne. Vor allem bei Lebensmitteln treten weit häufiger Intoleranzen auf. Bestes Beispiel: Gluten.
 

Vermeiden

Im Prinzip steht Allergikern eine tolle Möglichkeit zur Verfügung, von den Symptomen verschont zu bleiben: Sie brauchen „nur“ den Kontakt mit dem Allergen zu meiden. Bei einer Pferdeallergie mag das gut klappen. Aber den in der Luft schwirrenden Pollen lässt sich nur schwer entkommen. Besonders gemein: Durch Kreuzallergien summiert sich die Zahl der Auslöser. Dennoch sollten Betroffene die für sie problematischen Stoffe kennen (ein Allergietest beim Hautarzt entlarvt sie), um ihre Beschwerden reduzieren zu können.
 

Vorbeugen

Mit der Desensibilisierung sollten Sie schon lange vor Beginn der Heuschnupfen-Saison beginnen. Dann zeigt Ihr Immunsystem mehr Toleranz, wenn die Pollen losfliegen. Sonst bleibt Ihnen nur übrig, Symptome zu lindern – mit Medikamenten aus der Apotheke oder homöopathischen Mitteln.
 

Weichspüler

Neurodermitiker könnten buchstäblich aus der trockenen Haut fahren, wenn die Kleidung kratzt. Doch viele Weichspüler strotzen nur so vor schädlichen Duftstoffen. Weiche Wäsche genießen Sie ohne Reue, wenn Sie Produkte verwenden, die ohne Farb- und Duftstoffe auskommen (z. B. „Ecover Zero Weichspüler“). Auch bei Wasch- und Reinigungsmitteln ein guter Tipp.
 

XY Ungelöst

Mediziner nennen es Toleranzinduktion, wenn das Immunsystem auf einmal gewisse Stoffe nicht mehr bekämpft. Die Spontanheilung hängt vermutlich mit der Veränderung abwehraktiver Zellen und ihrer Botenstoffe zusammen. Diese Veränderungen lassen sich belegen. Doch warum das passiert, ist bis heute ein Rätsel.
 

Zytotoxische Reaktion

Bei diesem seltenen Allergietyp greifen die in aller Eile vom Körper gebildeten Antikörper irrtümlich nicht nur den als Eindringling identifizierten Stoff an. Außer dem Allergen zerstören sie auch körpereigene Zellen (z. B. Thrombozyten oder Erythrozyten im Blut) und umliegendes Gewebe. Dieses Phänomen tritt bei der Einnahme von Medikamenten auf oder nach der Transfusion einer nicht passenden Blutgruppe auf, und hat dann eine Vernichtung der roten Blutkörperchen zur Folge.